Asado-Tour Tag 3 bis 5

Asado-Tour Tag 3 bis 5

Gehts noch krasser?? Ja, es geht. Das haben die sechs Jungs am eigenen Leib (und Magen) gespürt - und dabei vieles erlebt und dazu gelernt. Welche ihre nächsten Stationen waren, haben wir hier für euch zusammengefasst:

3. Tag

5. Station: Viehmarkt in Cañuelas

Am Vormittag haben die Jungs den Viehmarkt in Cañuelas besucht. Das ist der neue Standort des Viehmarktes außerhalb von Buenos Aires, nachdem der historische Viehmarkt in der Innenstadt in diesem Jahr geschlossen werden musste. Dort werden täglich tausende von Rinder verkauft. Bevor diese jedoch versteigert werden, müssen sie noch in verschiedene Kategorien eingeteilt werden. Dabei unterscheidet man sie je nach Gewicht, Rasse und Alter. Jeden Tag wird nach der Auktion der tagesaktuelle Preis für die Rinder festgelegt - ganz nach dem Prinzip von Angebot und Nachfrage. Vor Ort haben die Jungs dann noch eine Führung bekommen, bei der sie sich dann mit Vertretern des Viehmarktes und einem Vermittler zwischen den Züchtern und den Weiterverarbeitern austauschen konnten.

An diesem Tag wurden 7000 Rindern in einer Stunde verkauft - nur ein Bruchteil der maximalen Kapazität des Viehmarktes von 24 000 Rindern.

      

6. Station: Metzgerei PIAF

Bei PIAF hat Hérnan Mendez, der Besitzer der Metzgerei Piaf im Szeneviertel Palermo, den Jungs gezeigt, wie man eine ganze Rinderhälfte nach argentinischer Art auseinander nimmt. Dabei wurde großen Wert auf die speziellen argentinischen Cuts gelegt. Anschließend gab es dann noch ein Steaktasting, bei dem sie ein Gefühl für den unterschiedlichen Geschmack der verschiedenen Teile des Rinds bekommen haben. Viele dieser Cuts werden in Europa und den USA entweder gar nicht verwendet (z.B. das Matambre) oder landen im Fleischwolf für Burgerfleisch und Hack. Dabei können diese Cuts auch zur nachhaltigen nose-to-tail Nutzung beitragen, indem vom selben Rind mehr genutzt wird.   

       

4. Tag

7. Station: Vilmar Paíva von Asado Campero

Ihre letzte Station der Asado-Tour führte sie zu Vilmar Paiía. Er ist das Gesicht des traditionellen argentinischen Asados und tritt auch im Alltag mit seiner boina (ähnlich der bei uns als Baskenmütze bekannten Kopfbedeckung). Von ihm haben sie dann die wichtigsten Tipps und Tricks für ein traditionelles Asado ans Herz gelegt bekommen: Während die großen Fleischstücke langsam über dem Feuer garten, gab es Salami, Mortadella und Chorizos sowie Morcillas (gegrillte Blutwurst) und natürlich viel Bier und Wein. Anschließend haben sie sich durch das Grillfleisch gearbeitet bis zum Costillar, der ganzen Rippenhälfte mit insgesamt 12 Rippen, das an einem Stück gegrillt wird. Zudem gab es noch als "Snacks" die sog. anchuras (Innereien): Chinchulines (Dünndarm) oder riñones (Nieren). Aber der Höhepunkt war das asado con cuero, bei dem das Rindfleisch mit der Kuhhaut geschnitten wird und diese auch beim Grillvorgang am Fleisch bleibt. Vilmar hat dabei ein Teil des Asado und vom Ribeye (bife de chorizo) mit der dazugehörigen Haut gegrillt - noch mehr Gaucho-Tradition geht nicht.
Nebenbei hat Vilmar aber auch viel über die Geschichte und die Tradition des Asados erzählt - von den Gauchos in der Pampa angefangen bis in die modernen Viertel im Herzen von Buenos Aires.  

         

5. Tag

8.Station: Abschluss-Asado

Einen Tag vor ihrer Abreise haben die Jungs noch ein Abschluss - Asado bei sich im Apartment gemacht und ihn in einem Livestream mit euch geteilt. Dort haben sie einige Cuts vorgestellt, die sie kennengelernt haben und wie man die unterschiedlichen Teile des Tieres richtig grillt und worauf man speziell achten muss. Dabei durfte nicht Fernet Cola fehlen, das in Argentinien mittlerweile Kultcharakter hat. Die Mischung ist dabei schnell erklärt: Fernet Branca  (ja, muss man mögen :) In diesem Sinne: Salud! 

 

       

Für die Jungs war diese Asado-Reise ein einzigartiges Erlebnis, bei dem sie viele neue Kontakte und Freundschaften geknüpft haben. Außerdem haben sie eine Menge neue Erkenntnisse über das Asado gewonnen - über die Tradition und wie sie heute noch gelebt wird. Wir sind schon gespannt, was wir in den kommenden Wochen und Monaten an Innovationen von den Teilnehmern erleben dürfen. 

Und wir freuen uns schon sehr auf die Asado-Reise 2023!

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